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22.01.2024

Die Sache mit dem Städtchen am Bodensee

(m.s)
Ein Satz mit X, das war wohl nix. Ungefähr so liesse sich der Auftritt der Wild Pigs am Sonntag in Regensdorf kurz und knapp zusammenfassen. Aber weil kurz und knapp ja langweilig wäre, folgt hiermit die Langfassung der schandhaften Ungutigkeit.


Eigentlich wäre es ja einfach zu finden. Der Autobahn A7 ab Winterthur-Ost bis Kreuzlingen folgen, und schon ist man fast da. Und doch: Die Wild Pigs befinden sich immer noch auf der Suche nach Konstanz.

Ein Sieg da, eine Niederlage dort, ein Vier-Punkte-Sonntag darüber und dann wieder ein Totalausfall darunter. Die Saison 2023/2024 verläuft noch nicht ganz in geordneten Bahnen. Dass es etwas schwieriger werden könnte als auch schon, um ganz vorne mitzutun, war zu erwarten. Schliesslich erfuhr das Team im Sommer eine weitere Verjüngungskur. Die Lücken, die durch den Abgang von routinierten Schlüsselspielern entstanden, lassen sich nicht im Eiltempo schliessen. In diese Rollen müssen jüngere Kräfte erst hineinwachsen.

Trotzdem: Manch erlittene Niederlage hätte verhindert werden können, ja sogar müssen. Häufig ist es reine Kopfsache. In diese Kategorie fallen auch die Niederlagen vom Sonntag in Regensdorf. Sowohl unsere rotäugigen Lokalrivalen als auch die eggigen Pfannenstiele wären schlagbar gewesen.


Uhwieser Rotäugli vs. UHC Wild Pigs 5:1

Von Anfang an bereit sein, konzentriert ans Werk gehen, früh in Führung gehen und dem Gegner unser Spiel aufzwingen: So lautete die Devise vor der letzten Begegnung der Hinrunde. Mit diesem Mindset traten die Wildsauen ans erste Bully. Und befolgten danach keine der Vorgaben.

Von Fokus und Kampfesgeist war auf dem Feld wenig zu sehen. Immer wieder vertändelten die Andelfinger den Ball schon beim Aufbau, spielten ungenaue Pässe, konnten die Kugel nicht kontrollieren. Zweikämpfe an der Bande wurden konsequent verloren, Schüsse aufs gegnerische Tor waren praktisch inexistent. Die Folge: Bald stand es 0:5 aus Wildsauensicht.

Besser wurde es in Halbzeit zwei. Endlich war ein wenig Feuer zu spüren. Vermehrt wurde nun auch der Abschluss auf den gegnerischen Kasten gesucht, wenn auch häufig nicht gefunden. Wurde man vor der Pause noch regelmässig auf einfache Weise übertölpelt und ausgekontert, liess man hinten nun kaum mehr etwas zu. Leider gelang in der Offensive weiterhin wenig, sodass eine Aufholjagd mit der Zeit in immer weitere Ferne rückte.

Dass es nicht schon zum zweiten Mal in dieser Saison die Schmach einer Zu-Null-Niederlage gab, war einem wahnsinnig gut aussehenden und äusserst eloquenten Taugenichts zu verdanken, dessen Name mir soeben entfallen ist. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass seine Initialen auf irgendeine Weise GT lauten.

Wie dem auch sei: 1:5 lautete das vernichtende Verdikt am Ende. Und ohne die Leistung der Rotäugli schmälern zu wollen, gilt festzuhalten, dass für die Wild Pigs weit mehr drin gelegen wäre. Man machte es den Uhwiesern schlicht zu einfach. Er sei kaum ins Schwitzen gekommen, bestätigte nach dem Spiel auch der Rotäugli-Torhüter im Tribünen-Interview.


Pfannenstiel Egg IV vs UHC Wild Pigs 9:5

Den resultatmässigen Dämpfer und die Schmach eines kaum verschwitzten gegnerischen Torhüters aus dem ersten Spiel galt es abzuhaken, abzustreifen und beiseite zu legen. Nach kurzer Pause stand schon die nächste Partie auf dem Programm. Und mit den Pfannenwendern hatte man noch eine Rechnung offen, unterlagen die Wildsauen im Hinspiel doch knapp mit 3:4.

Nun sinnte man zum Auftakt der Rückrunde also auf Revanche. Nahm sich wieder vor, fokussiert, hungrig und kämpferisch aufzutreten. Und vergass das gleich im ersten Einsatz wieder. Zäckbummbäng und schon stand es 0:1.

Nun aber fanden die Wild Pigs den Tritt. Zwar blieb weiterhin viel Luft nach oben, doch zeigten sie eine um Welten bessere Leistung als noch gegen Uhwiesen. Mit gutem Beispiel voran ging Capitano Päde Wipf, der alleine etwa drei Töpfe schoss (ungefähr, habe grade den Zettel nicht vor mir). Trotzdem wollte es am Ende nicht klappen.

Das hatte verschiedene Gründe: Unvermögen (vergebene Chancen, Ballverluste), Pech (Eigentor vom abgeschossenen Luca Hug) und das Universum. Vermutlich standen Saturn und Merkur gerade in einer äusserst unpässlichen Konstellation zueinander, vor allem weil doch Venus mit Uranus fremdgegangen war, was dem Jupiter den Deckel lupfte, sodass Pluto aus dem Exil ins Reich der Planeten zurückkehrte und Neptun einmal ordentlich die Meinung geigte. Mars war zu diesem Zeitpunkt auf dem Klo. Die gute kleine Erde kam damit nicht zurecht, was sich letzten Endes auf eine verminderte Leistungsfähigkeit der sehr erdverbundenen, im Dreck suhlenden Wildsauen auswirkte. Wissenschaftliche Quelle: Trust me, Bro...


Fazit

Mit anderen Worten: Es wollte einfach nicht. Was sonst häufig funktionierte, missriet. Bälle, die sonst für uns liefen, liefen für die Gegner. Unter diesen Umständen machten sich auch gewichtige Absenzen bemerkbar. Top-Scorer Flo Fuchs hätte sicherlich wertvolle Impulse geben können. Aber auch ein wirbliger Nico Schneider oder Dampfwalze Dani Jucker hätten vermutlich einen Nutzen gehabt. Aber Ausreden zu suchen, bringt nichts. Fakt ist: Es muss auch mit Absenzen gehen. Meist ist es schliesslich Kopfsache. Und wenn die Planeten ihr Beziehungsdingens auf die Reihe bringen, ist uns ja vielleicht auch wieder einmal das Glück hold.

Die Chance zur Wiedergutmachung kommt schon in zwei Wochen. Und die Chance auf Revanche. Dann bringen wir den Uhwieser Goalie bestimmt zum Schwitzen. Sonst packen wir ihn in die Sauna. In Konstanz. Bis dahin haben wir den Weg ja vielleicht gefunden.

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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