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29.09.2026

Von benebelten Sinnen und guten Riechern

(m.s) Die Wild Pigs zeigten zum Auftakt der neuen Saison in Frauenfeld zweimal eine solide Leistung. Während zunächst gegen Mönchaltorf das Glück noch etwas fehlte, konnte anschliessend im Derby gegen Uhwiesen der erste Sieg gefeiert werden. Auch dank eines irischen Trüffelschweins.
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Eine Torschützenliste ist seltsam. Nach der ersten Meisterschaftsrunde der Wild-Pigs-Herren stehen in der mannschaftsinternen Rangliste zwei Persönlichkeiten mit jeweils zwei Treffern ganz oben. Dass die beiden wissen, wo das gegnerische Tor steht, verwundert grundsätzlich nicht. Bei Luca Hug überrascht eher, dass er plötzlich auch im Ligabetrieb zu den besten Scorern gehört. Normalerweise bevorzugt er den Cup-Wettbewerb für seine masslosen Offensiv-Eskapaden.

Es wird vermutet, dass Luca schlicht noch nicht mitbekommen hat, dass wir aus dem Cup bereits ausgeschieden sind und mittlerweile der Meisterschaftsbetrieb wieder im Gange ist. Das klösterliche Leben in der Rheinschleife kann einem schon einmal die Sinne vernebeln. Wir sind nicht unglücklich darüber und würden es gerne dabei belassen. Daher: Klärt den armen Burschen bloss nicht auf!


Der andere Top-Torschütze der Wild Pigs nennt sich Laurence Magee. Unser Quoten-Ire hat sich dafür seiner Routine bedient. Er ist ja bekanntlich nicht mehr der Jüngste, doch nur wenige wissen, was Methusalem vor seinem Fall ins Altertum so getrieben hat. Am Sonntag gab er die Antwort auf dem Feld: Er muss seine Pilze als Trüffelschwein verdient haben.

Die Beweislast ist erdrückend:
- Schweine sind Lebewesen, Lori ist ein Lebewesen.
- Schweine sind pink, Lori trug ein pinkes Trikot.
- Schweine haben einen guten Riecher, Lori hat einen guten Riecher.
- Schweine verbreiten Freude (vor allem in Form von Speck), Lori verbreitet Freude (vor allem mit Toren, der Specknachweis ist noch hängig).
- Schweine haben Ringelschwänze, Lori hat … naja, nicht so wichtig.

Jedenfalls roch Lori, das alte Trüffelschwein, gegen die Uhwieser Rotäugli gleich zweimal, was die Absteiger vom Cholfirst vor hatten. Ohne Torhüter und mit zusätzlichem Feldspieler versuchten sie in den Schlussminuten des Derbys, die führenden Wild Pigs zu überlisten. Beide Male fing Lori den Trüffel beziehungsweise Ball ab und brachte ihn im verwaisten gegnerischen Gehäuse unter. Ein klassischer Vollblut-Scorer. Er braucht nicht einmal einen Torhüter, um Tore zu schiessen, so gut ist er. Verrückt.


Wie dem auch sei. Wer bis hierhin gelesen hat, fragt sich vermutlich langsam, ob denn der mir nur flüchtig bekannte Schreiberling irgendwann noch genauere Informationen zu den beiden Wild-Pigs-Spielen vom Sonntag herausrücken will. Die Antwort ist selbstverständlich Nein. Denn wer ein Sieb im Schädel trägt, vergisst so einiges, dafür geniesst er gelegentlichen Durchzug im Sommer. Gäbig wäre in so einem Fall, wenn die Verantwortlichen der Meisterschaftsrunde am Schiritisch den Liveticker vollständig ausfüllen würden. Die Ginger-Kätzchen vom Damenacker scheinen jedoch andere Pläne gehabt zu haben und liessen den Schreiberling schamlos im Stich.

Darum nur so viel: Gegen Mönchaltorf mit 2:6 verloren, gegen Uhwiesen mit 6:2 gewonnen. Da dies im Prinzip alles ist, was man wissen muss, ist es nun auch erlaubt, das bis dahin Gelesene wieder zu vergessen.


In diesem Sinne: Sau, Sau, Trüffelsau!
Autor: M. S. aus A.
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