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13.01.2026

Ein Satz mit X …

(m.s)
… das war wohl nix. Oder aber: Max und Xenia kraxelten im mexikanischen Xalapa fix übers Xylophon. Ist auch ein Satz mit ein paar X-en. Aber das tut hier nichts zur Sache. Es geht schliesslich um Unihoxey.


Es wäre schon noch ein bisschen wichtig gewesen. Mit den Black Roses Rappi und dem UHC Mönchaltorf warteten am Sonntag in Egg bei Zürich zwei direkte, praktisch gleichauf liegende Tabellennachbarn auf die Wild-Pigs-Herren. Hätte man beide Spiele gewonnen, wäre in der engen 3.-Liga-Gruppe wohl ein schöner Schritt nach vorne getan worden. Doch die Wild Pigs sind keine blinden Herdentiere und tun einfach, was die Regierung befiehlt. Wir gehen unseren eigenen Weg. Dumm nur, dass der in die falsche Richtung führt.


Black Roses Rappi vs. UHC Wild Pigs 9:5

Die erste Partie des Tages gehörte bereits zur Rückrunde. Im Hinspiel hatte man die Rosenstädter vor eigenem Anhang noch knapp mit 3:2 geschlagen. Damals waren die Weinländer früh mit drei Toren in Führung gegangen, wovon sie dann in der schwächeren zweiten Phase des Spiels hatte zehren müssen. Das sollte dieses Mal anders sein.

Der Start verlief zumindest schon mal verheissungsvoll. Keine drei Minuten waren gespielt, als die Wildsauen bereits mit 2:0 führten. Doch erneut konnten sie ihre Pace nicht halten. Wiederholt stürmten sie etwas gar ungestüm in Richtung des gegnerischen Tors, leisteten sich dadurch aber zu einfache Ballverluste und luden ihre Gegner so immer wieder zu Kontern ein. Das wussten die Blumenkinder zu nutzen. Anderthalb Minuten vor der Pause stand es 2:5 aus Weinländer Sicht. Ernüchternd. Ein dritter eigener Treffer wenig später machte allerdings nochmals Hoffnung für die zweite Halbzeit.

Diese begann indes denkbar schlecht. Nach 23 Sekunden stand es 3:6, nach fünf Minuten 3:7, nach rund zehn Minuten 3:8 und zwei weitere Zeigerumdrehungen später 3:9. Die Moral bei den Wild Pigs war in der Zwischenzeit ähnlich geknickt, wie der Fuss des Schreibenden, dennoch waren sie nicht bereit, das Spiel einfach abzuschreiben. Tatsächlich rafften sie sich nochmals auf und verkürzten immerhin noch auf 5:9, im Wissen, dass die zweite Halbzeit trotz des ausbleibenden Erfolgs spielerisch um Welten besser war als die erste.


UHC Wild Pigs vs UHC Mönchaltorf 3:7

Nach zwei Spielen Pause standen die alten Mönche aus dem Dorfe bereit und für die Wild Pigs die Frage im Raum: Hält der Fuss der Nation? Nun, halten ist so ein starkes Wort, das ich hier lieber vermeiden will. Festgezurrt in einer Schiene blieb der Scheichen zumindest einigermassen in Position, was den Einsatz im zweiten Spiel zuliess. Das war wichtig. Nicht, weil der Besitzer des Fusses der ultimative Schlüsselspieler gewesen wäre, eher, weil es ein sehr schöner Fuss ist, mit würzigem, an höhlengereiften Emmentaler Käse erinnerndem Aroma und dennoch zart wie ein Brie. Wahrlich ein Genuss. Und ein bisschen wichtig war die Verfügbarkeit des zum Fuss gehörenden Spielers auch, weil die Wild Pigs an diesem Sonntag ohnehin ein reduziertes Kader hatten. Wie dem auch sei: Spielen ging, Bogenläufe waren allerdings schwierig.

Die Kurve wieder gekriegt hatte hingegen das Team. Auch gegen Mönchaltorf kamen die Wildsauen gut aus den Startlöchern und gingen rasch in Führung. Doch wieder agierten sie in der Folge zu inkonsequent und zu wenig zwingend. Im Grunde liessen sie hinten nicht allzu viel zu, doch an diesem Tag war ihnen das Glück einfach nicht hold, sodass der Gegner fast jede ernsthafte Chance in ein Tor ummünzen konnte. Nach zehn Minuten lagen die Weinländer 1:4 zurück, zur Pause stand es 2:6.

Das Positive: In der zweiten Halbzeit war erneut eine Steigerung zu erkennen. Viel Zählbares schaute jedoch trotzdem nicht heraus. Die Wild Pigs konnten nicht, Mönchaltorf musste nicht und so endeten die zweiten 20 Minuten mit 1:1 und das Spiel mit 3:7.


Fazit

Es gibt Tage, da ist einfach der Wurm drin. Was sich die Wild Pigs auch vornahmen, es wollte einfach nicht richtig gelingen. Und zudem rollte auch der Ball nicht, wie er sollte. Und Füsse knickten um, obwohl das vertraglich eigentlich nicht vorgesehen gewesen wäre. Es bleibt festzuhalten, dass trotz 16 Gegentoren nicht die grundsätzlich verlässliche Defensive das Hauptproblem war, sondern einmal mehr die zahnlose Offensive. So reisten die Wildsauen ohne jegliche Punkte aus Egg ab. Aber immerhin mit allen Füssen, auch wenn der Laufstil beim einen oder anderen am Abend verletzungs- oder aber altersbedingt eher als "kreativ" bezeichnet werden konnte.

Abhaken, nach vorne schauen, besser machen.

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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